Über uns

Vorstandswanderung 2013   Vorstandswanderung 2012   Volkstanzgruppe im HVV   30 Jahre HVV   25-jähriges Jubiläum des HVV   Nachruf zum Tode von Hans Meyer   Nachruf zum Tode von Heinz Kanzelmeyer   Nachruf zum Tode von Charlotte Homfeld   Pflanzkübel oder Bodenschwellen?   Neue Türen   Mühlenreparatur III   Mühlenreparatur II   Mühlenreparatur I   August Wessel   Ehrenämter Wilfried Nordbruch   Neuer Vorsitzender - 2004   Arbeitseinsatz in der Mühle   Sanierung der Fehsenfeldschen Mühle   Neue Böden für die Feldmühle   Neue Klappen für die Feldmühle     Neue Flügel für die Feldmühle   


Vorstandswanderung am 3. März 2013


Zur Vorstandswanderung 2013 trafen wir uns am Sonntag, den 3. März, bei Lindemann am Eingang zur Hoyaer-Weide. Von dort ging es durch den Wald und dann entlang der Eyter bis zur Gaststätte "Holschenböhl".



Prost Christiane! Vielen Dank für die Organisation.


Unser Ziel: Das Gasthaus "Holschenböhl"


Die Damen freuen sich nach der Wanderung im eisigen Wind auf eine warme Stube und gutes Essen.


Blick ins Schwarmer/ Ünzer Bruch


Ilse immer an seiner Seite (Die beiden haben die Goldene Hochzeit lange hinter sich)


Das sieht doch gut aus!


Das findet auch der 1.Vorsitzende


Gemütliche Runde


bei guten Gesprächen

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Vorstandswanderung am 1. April 2012

Zur diesjährigen Winterwanderung des erweiterten Vorstandes trafen sich die Mitglieder mit ihren Partnern und Partnerinnen am 1. April bei Regina und Wilfried Nordbruch. Diese Wanderungen haben im HVV eine über 30-jährige Tradition. Nach der Begrüssung und einem kleinen Umtrunk ging es zu Fuß durch die Martfelder- und Schwarmer - Heide zur Gasstätte "Milano" ("Gasthaus zur Post") in Schwarme. Hier gab es ein einfaches, aber wohlschmeckendes Mittagessen. Natürlich gehörte ein längerer "Klönschnack" und das ein oder andere Getränk auch dazu. Am späten Nachmittag wurde dann der "Rückmarsch" angetreten. Von den Meisten natürlich wieder zu Fuß (wenn auch etwas verkürzt auf dem Radweg entlang der Straße). Da es allen gut gefallen hat, wird diese Tradition im nächsten und den weiteren Jahren sicherlich fortgesetzt werden.

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Volkstanzgruppe im HVV

In den 80er-Jahren gab es im HVV eine Volkstanzgruppe, die sich regelmäßig in der Mühle zu Übungsabenden traf und auch zahlreiche öffentliche Auftritte hatte. Infolge mehrfachen Wechsels der Übungsleiterin kamen die Aktivitäten der Gruppe leider zum Erliegen.




Im Kurpark in Br. - Vilsen 1987



im Garten von Regina und Wilfried Nordbruch



Am Koppelteich in Br. - Vilsen 1988



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30 Jahre Heimatverein
Martfelder Heimat- und Verschönerungsverein hielt Rückschau
und schmiedete Pläne für die Zukunft.


Die Mitglieder des Heimat und Verschönerungs Verein Martfeld in der Fesenfeldschen Mühle

Qelle: Syker kurier 5.8.2006
Karin Neukirchen-Stratmann

Der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld hat in einer internen Feier sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Am Donnerstagabend jährte sich der Gründungstag zum 30.sten Mal. Auf den Tag genau im Jahre 1976 hatten 35 Martfelder Bürgerinnen und Bürger die Gründungsversammlung durchgeführt. Bis zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung: am 24. August 1976 traten insgesamt 62 Personen dem HVV bei. Nach einigen Austritten und Todesfällen gibt es noch 37 Mitglieder, die dem Verein bis heute angehören. Sie erhielten für ihre 30-jährige Treue vom ersten Vorsitzenden Anton Bartling eine Urkunde überreicht.

Zuvor hielt Anton Bartling, untermalt durch Gitarrenmusik von Wolfgang Röpnick, einen Rückblick. Er würdigte die Arbeit der Mitglieder und ihr ehrenamtliches Engagement: "Ihr könnt mit Stolz auf die letzten 30 Jahre zurückblicken!" In Anlehnung an das moderne Qualitätsmanagement in Betrieben führte er aus, das sein Kernsatz "Der Mensch ist die wichtigste Ressource" für den HVV ohne "Wenn und Aber" gelte. Weiter verwies er auf einige Meilensteine in der Vereinsgeschichte:

Die Renovierung und Belebung der Fehsenfeldschen Mühle, sechs Chroniken mit rund 1600 Seiten, zig Fotoausstellungen, an die hundert plattdeutsche Theateraufführungen, tausende Bäume und Büsche, die mindestens einmal durch die Hand eines Mitglieds gingen, eben soviele Stunden aktiver Planungsarbeit mit der Gemeinde und nicht zuletzt die gastronomischen Leistungen an den Mühlentagen, die kontinuierliche Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Anton Bartling sprach von "hunderttausend menschlichen Begegnungen".

Bürgermeister Heinrich Lackmann, der die Glückwünsche der Gemeinde und der Samtgemeinde überbrachte, sorgte mit seinem Beitrag für viele Lacher. Er verzichtete auf eine typische Politikerrede und verband in lockerer Form Martfelder Anekdoten mit passenden Zitaten von Heinz Erhard.

Fritz Wetje dankte Anneliese Schlake für ihr Engagement mit einer Flurkarte. Lutz Reimer zeigte einmal mehr, wie er mit seiner Schreibkunst den regionalen Eigenarten mit einem feinen Gespür nachgeht und festhält. In seinem Beitrag stand der dreibeinige Hund "Otto" im Mittelpunkt. Für viel Gesprächsstoff und viele "das bist du?" oder "kennst du den noch?" sorgte der Vortrag von Wilfried Nordbruch und Horst Wolf, die anhand alter Fotos und Dokumenten die vielfältige Arbeit und deren Spuren sichtbar machten. Spurensuche und Erinnerung spielten im Verlauf des Abends weiterhin eine wichtige Rolle. Doch wer die Mitglieder des HVV kennt, der weiß, es ging auch um das Schmieden neuer Pläne und Projekte. Der Titel des vorgestellten neuen Flyers "Komm, mach mit" scheint dafür die richtige Lösung.

Folgende Gründungsmitglieder wurden auf der 30-Jahr-Feier des HVV Martfeld geehrt:

Heinrich Asendorf, Hans - Hermann Bauer, Heinrich Fastenau, Heinrich Fehsenfeld, Friedhelm Fiddelke, Walter Freese, Irmgard Grobe, Hermann. Grotheer, Rita Grotheer, Helmut Hartmann, Charlotte Homfeld, Marianne Hübner, Minna Hustedt, Rolf Jung, Heinz Kanzelmeyer, Brigitte Kirschner, Helga Kirstein-von Hollen, Karl-Heinz Knirsch, Willy Köster, Heinrich Lackmann, Heinz Meyer, Helmut Meyer, Wilhelm Meyer, Gerd Möller, Wilfried Nordbruch, Ludwig Richter, Fritz Schierholz, Dieter Schulze, Henry Semsrott, Heinrich Soller, Irmgard Steiner, Heide Stöver, Albrecht Wicke, Heinrich Wicke, Astrid Winter, Horst Wolf und Dieter Zander.


Die Mitglieder des Heimat und Verschönerungs Verein Martfeld in der Fesenfeldschen Mühle

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Mühle steht im Mittelpunkt
Beim Erntefest war der Heimat- Verschönerungsverein Martfeld mit einem selbstgeschmückten Wagen dabei

Quelle: Kreiszeitung 17.10.2001 (nel)
Foto Hapke

Die Fehsendfeldsche Mühle in MartfeAuch eine Aktion des HVV: Beim Erntefest war der mittlerweile 25 Jahre alte Heimat- Verschönerungsverein Martfeld mit einem selbstgeschmückten Wagen dabei. Sie ist der Mittelpunkt der Aktivitäten des Heimat- und Verschönerungsvereins HVV und wird wohl auch in Zukunft das Zentrum bleiben. Der „Tag der offenen Tür“ jeweils am 1.Mai eines Jahres, gehört als "Startschuß für die Saison" des HVV ebenso zu den festen Aktionen wie der traditionelle "Mühlenlauf".
Inzwischen wird dabei auch gerollt – auf Inlineskates. Am zweiten Pfingstag ist der "Deutsche Mühlentag", an dem alle Mühlen in Deutschland, natürlich auch die Fesenfeldsche, geöffnet sind.
Am zweiten Oktober - Wochenende ist der Mühlentag der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Dabei lockt der Bauern, auf dem Martfelder Erzeugnisse angeboten werden. Auch für standesamtliche Trauungen steht die Mühle offen. 20 bis 25 Paare sagen jährlich "Ja" in der Mühle in Martfeld.

Ort hat sich behauptet.
HVV feierte 25-jähriges Jubiläum

Quelle: Kreiszeitung vom 13.08.2001: mah

25 Jahre ist nicht alt, aber mit Sicherheit alt genug, um dieses Jubiläum zu feiern", ist Heinrich Kuhlmanns (Kreisheimatbund) Antwort auf die Frage, ob ein Heimatverein nach einem Vierteljahrhundert schon "zum alten Eisen" gehöre. Das sieht der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld genauso – und feierte Jubiläum.
Mit einem Rückblick auf die 25 Jahre HVV und auf die Gründerzeit begann Vorsitzender Wilfried Nordbruch seine Ansprache beim Festkommers im vollen Zelt bei der Fehsenfeldschen Mühle: "Der erste Aufruf zur Gründung eines derartigen Vereins ging vom Gemeinderat aus". Als Hintergrund dafür sei sicherlich nicht nur der Wunsch nach einer Verschönerung des Ortsbildes und der Erhaltung der Baudenkmäler zu sehen, sondern auch die Gebiets- und Gemeindereform von 1974. Durch die Zuordnung von Martfeld zur Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen habe es Befürchtungen gegeben, "dass Martfeld untergehen" könne Befürchtungen, die nicht eintraten: "Martfeld hat sich behaupten können"

Am 3. August 1976 kam es zur Gründung des Vereins. Die Arbeit dreier Männer spielt laut Nordbruch für den Verein eine besondere Rolle: "Hans-Henning Stöver war der Motor des Vereins in der Gründerzeit, Rudolf Bode die treibende Kraft im Geschichtsausschuss", erzählte der Vorsitzende. "Hans Meyer hat den Verein fast 20 Jahre geführt".
Auch die Bedeutung jüngerer Mitglieder für den HVV betonte der Vorsitzende: "Ich freue mich, dass sich in diesem Jahr zwei jüngere Mitglieder bereit gefunden haben, im Vorstand mitzuarbeiten. "Er hoffe, dass in absehbarer Zeit ein jüngeres Mitglied das Amt des Vorsitzenden übernehmen wolle". Bürgermeister Heinrich Lackmann erinnerte an die Höhen- und Tiefpunkte des HVV wie die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden": "Dieser Gewinn wäre ohne den HVV nicht möglich gewesen".

"Die Gründung des HVV war wichtig, damit Martfeld nicht geschichts- und gesichtslos wurde", betonte Landrat Helmut Rahn in seiner Rede. Über den Kinder- und Jugendausschuss sprach Heinrich Kuhlmann vom Kreisheimatbund: "Es ist für mich eine große Freude, dass man hier Kinder und Jugendliche in den Heimatverein einbezieht". Auf den Zusammenhang zwischen der Gründung des Heimat- und Verschönerungsvereins und der Samtgemeinde ging Horst Wiesch ein. Der Samtgemeindebürgermeister freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der Samtgemeinde. "Wir wünschen uns, dass wir wieder etwas gemeinsam machen", so Dieter Zander vom Gesangverein Martfeld. Ein besonderes Geschenk überreichte Johann König von der Gemeinschaft der Selbstständigen: Die GdS präsentiert die Arbeit des HVV jetzt im Internet.
"Es ist so, dass wir ein bisschen mit Bewunderung und Neid auf den HVV blicken“, meinte Hermann Schröder, Vorsitzender des Vereins "Eule".
Glückwünsche überbrachte auch Heinrich Wicke, Altbürgermeister und Vorsitzender der Kriegerkameradschaft. Im Namen der Feuerwehr Martfeld gratulierte Hans Asendorf, für die Martfelder Schützen Vorsitzender Rüdiger Meyer. Auch Herbert Wulf, Vorsitzender des Schützenvereins Loge-Tuschendorf und Henry Zabel, Vorsitzender des Heimatvereins Wechold, wünschten dem HVV alles Gute.

Das Trio "Alles Klar" sorgte beim Festkommers für musikalische Unterhaltung.

Buntes Mühlenfest anlässlich des 25- Jährigen HVV- Jubiläums
Petrus spielte nicht mit.

Quelle: Martfeld-Live August 2001

Bei einem Indianerlager an der Fehsendfeldsche Mühle gab es unter anderem Bastellaktinonen mit Speckstein
Häuptling "Schneller Hirsch" – alias Burkhart Castens - hatte am Sonntag seine Indianerschar scheinbar nicht so recht im Griff Offensichtlich führten die jungen Rothäute einen Regentanz zu viel auf. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass Petrus am Ehrentag des Heimat- und Verschönerungsvereines (HVV) die Schleusen öffnete und die Feier anlässlich des 25 jährigen Vereinsjubiläums mit einem Dauerregen bedachte.

Schade für den die Organisatoren, denn sie hatten ein rundes Programm für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Die Kiddis vergnügten sich im Indianerdorf, das die Asendorfer Ideen-Schmiede "Artenreich" aufgestellt hatte. In den zahlreichen Tippis konnten sich die kleinen unter Anleitung erfahrener Indianer den nötigen Federschmuck und Schmuckketten basteln. Und weitere Dinge aus der spirituellen Welt der Indianer wie z.B. Talisman und Traumfänger. Über dem Bett aufgehängt sollen letztere böse Träume vertreiben. Und schließlich konnten die Nachwuchsindianer noch auf den Kriegspfad gehen - selbstverständlich mit entsprechend furchterregender Bemalung.
Die Kleinen ließen sich durch das schlechte Wetter auch am wenigsten beeindrucken. Einen richtigen Indianer schreckt natürlich kein Regen. Die Erwachsenen schon eher. So fiel der große Flohmarkt rund um die Fehsenfeld'sche Mühle leider ins Wasser. Denn nach nur zwei Stunden gaben die Verkäufer auf. Und bauten ihre Stände wieder ab, an denen sie zuvor eine reichhaltige Produktpalette anboten. Vom aus Kupfer handgefertigten Metallvogel bis zu alten Martfelder Fotos. So verlagerte sich das Geschehen schnell in die Mühle und in das Festzelt.
Hier herrschte Hochbetrieb. Bei Kaffee und Kuchen oder auch einem Gläschen Wein machten es sich die zahlreichen Besucher gemütlich, um über die zahlreichen Vereins Aktivitäten der vergangenen 25 Jahre zu klönen. Die musikalische Untermalung in der Mühle übernahmen Bruno Küchler und Thomas Denker mit Gitarre und Quetschkommode. Den abwechslungsreichen Tag beschloss die Hollener Samba Gruppe "Ovos di campO".
Begonnen hatten die Feierlichkeiten morgen mit einer gemeinsamen Andacht. Es folgte die Festrede des Vorsitzenden Wilfried Nordbruch. Die war keine Selbstbeweihräucherung angesichts des in den vergangenen 25 Jahren Geleisteten. Vielmehr stellte er das große Engagement der Mitglieder in den Vordergrund. 65 von ihnen halten dem Verein seit der Gründung die Treue.

Kommers für Gründungsmitglieder

Normalerweise bekommen langjährige Vereinsmitglieder spätestens anläßlich ihrer 25-Jährigen Mitgliedschaft eine Ehrennadel oder etwas Ähnliches überreicht. Die Gründungsmitglieder des Heimatvereines jedoch nicht.
Das ist kein Zeichen von Geiz, aber 65 Mitgliedern auf einen Schlag ein solches Präsent zu überreichen wäre doch etwas zu viel gewesen allein zeitlich hätte das sicherlich den Rahmen gesprengt. Also ließ sich der Vorstand etwas anderes einfallen – einen Kommers Abend am Freitag. Der war ausschließlich den Gründungsmitgliedern vorbehalten. Lediglich mit einer kurzen Begrüßungsrede Wilfried Nordbruchs blieb genügend Zeit die Vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. Und in persönlichen Gesprächen des Geschaffenen zu gedenken. Clou war die Begrüßung durch einen etwas skurilen englischen Butler alias Erwing Rau. Wie bei einem Empfang in hochherrschaftlichem Hause rief er die Namen der eintreffenden Gäste laut aus. Bevor die Veranstaltung eröffnet wurde, über brachte er noch die Glückwünsche der Queen die leider verhindert war.

Festschrift erhältlich: Ein 25 Jähriges Jubiläum wäre sicherlich auch Anlass, die Vergangenheit in einem Artikel Revue passieren zu lassen. Das hat der HVV in seiner Festschrift aber bereits ausführlicher getan, als ich es jetzt hier in der "Martfeld Live" machen könnte. Wer das HVV – Heft noch nicht gelesen hat, sollte sich schleunigst ein Exemplar besorgen, bevor alle vergriffen sind. Sie liegen noch in vielen Martfelder Geschäften aus und sind auch noch beim Verein selbst erhältlich.

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Nachruf zum Tode von Hans Meyer
Einen Großen Mitbürger, und einen guten Freund verloren

Wir können es immer noch nicht richtig fassen - am 1. September verstarb unser Gründungsmitglied und langjähriger erster Vorsitzender, Hans Meyer.
Als im Winter 1975/76 erste Bestrebungen zur Gründung eines Heimatvereins in Martfeld als Reaktion auf die vorausgegangene Gebiets- und Gemeinde- reform in Gang kamen, war Hans Meyer von Anfang an dabei. Nachdem der Verein dann als Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld e.V. Anfang 1976 gegründet war, stellte Hans Meyer sich für die Vorstandsarbeit als Vorsitzender des Ausschusses für Bau- und Denkmalspflege zur Verfügung.

Schon bald kam es zu der ersten großen Aktion des Heimatvereines. Durch die Renovierung der Fachwerkscheune der Familie Schwecke am Ortseingang von Martfeld in Richtung Schwarme wurde das Wirken des Heimatvereins auch nach außen für alle sichtbar. In den Folgejahren galt sein Hauptaugenmerk der Instandsetzung der Fehsenfeldschen-Mühle. Dann 1979 die 8oo-Jahr-Feier der Gemeinde Martfeld! Auch hier war sein Arbeitseinsatz nicht zu überbieten.

Nach dem frühen Tod des damaligen ersten Vorsitzen, Hans-Henning Stöver, übernahm Hans Meyer dessen Amt im März 1980. Er ist erster Vorsitzender geblieben bis zu seinem Tode, also mehr als 19 Jahre! In diesen Jahren entstanden dann insgesamt 5 Martfeld-Schriften, zuletzt die aus seinem Geburtsort Kleinenborstel. An allen Schriften hat er mitgewirkt. Ein besonderes Herzensanliegen war ihm die Pflege der Plattdeutschen Sprache.

Von Anfang an veranstaltete der Heimatverein jährlich einen "Plattdeutschen-Abend ". In den letzten Jahren konnte er dann die Renovierung seiner eigenen Mühle am Mühlenweg erleben. Natürlich konnte Hans nicht alles allein bewältigen, zahlreiche und gute Helfer haben ihm zur Seite gestanden. Hinter allem aber stand er als Motor und guter Geist. Wie hat er sich gefreut, als ihn vor wenigen Wochen die Nachricht erreichte: Martfeld hat den ersten Preis im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" gewonnen. Auch dies wäre ohne seine jahrzehntelange Arbeit für Martfeld nicht möglich gewesen.
Zahlreiche Anpflanzungen in der Gemeinde gehen auf seine Initiative oder sein Mitwirken zurück. Die Linden an der Holzmaase von Schierholz bis zum Fuhrenweg, dann weiter die Birken in Richtung Jerusalem wurden unter seiner Leitung angepflanzt. Teilweise in Zusammenarbeit mit der heimischen Jägerschaft wurde die ehemalige Schuttkuhle in Tuschendorf bepflanzt, ebenfalls mehrere Grabenränder in der Martfelder Heide. Am Rande vom Rippen Sünder wurden 800 Eichen gepflanzt. In allen Ortsteilen der Gemeinde wurden zahlreiche Ruhebänke aufgestellt.

Der Heimatverein Martfeld, die Gemeinde Martfeld und - wir denken - auch seine Berufskollegen in der Landwirtschaft des heimatlichen Raumes haben einen großen Mitbürger und einen guten Freund verloren. Unser größtes Mitgefühl aber gilt seiner Frau, seinen Kindern und seiner ganzen Familie

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Nachruf zum Tode von Heinz Kanzelmeyer

Quelle: Martfeld-Live (April 2008)

"Die über 30-jährige Partnerschaft zwischen La Bazoge und Martfeld hat einen großen Freund verloren: am 29. Februar 2008 verstarb Heinz Kanzelmeyer. Heinz war viele Jahre im Partnerschaftsausschuss tätig, in den letzen Jahren als Vorsitzender. Im Ausschuss hat er unzählige Dinge angeschoben und begleitet, er hat viele Fahrten nach La Bazoge mitgemacht und sehr oft französische Gäste bei sich und seiner Familie empfangen.
Es ist nicht allein eine Partnerschaft zwischen La Bazoge und Martfeld, es ist vielmehr eine tiefe Freundschaft, die zwischen den Menschen hier und da im Laufe der Jahre entstanden ist. Besonders deutlich wurde diese Freundschaft am Grab von Heinz Kanzelmeyer, als dort von französischen Freunden ein Stein niedergelegt wurde. Ein Zeichen des Dankes und der Verbundenheit. An dieser Stelle bedanken sich Gemeinde und Partnerschaftsausschuss noch einmal bei Heinz Kanzelmeyer für sein großes Engagement in den "relations franco-allemandes". Wir werden die "Jumelage" in seinem Sinn fortsetzen."
Marlies Plate, Bürgermeisterin

Nachstehend ein Text, der uns hierzu aus La Bazoge übermittelt wurde:

Wir sind sehr traurig, dass unser Freund Heinz nicht mehr da ist. Wir haben viel zusammen getan und dachten, dass wir mit ihm weiter arbeiten können, bis er plötzlich verstorben ist.
Ich glaube, Heinz hat unser Gebiet zuerst durch den Ruderverein von Hoya entdeckt. Er kam mehrmals nach Le Mans und als die Partnerschaft Martfeld - La Bazoge geschaffen wurde, kam er natürlich oft zu uns nach La Bazoge. Persönlich habe ich ihn 1986 kennen gelernt, als er mit einer Mannschaft von 4 oder 5 Radlern von Martfeld bis La Bazoge gefahren ist.
Später gründete er die Radfahrfreunde des HVV. Dann, etwa alle zwei Jahre organisierten wir eine gemeinsame Wochenradtour in Deutschland oder Frankreich. Worpswede, Schwerin und Ost-Berlin. 2 Jahre nach der Wende, Frielendorf in Hessen. Es sind unvergessliche Stunden, die wir zusammen verbracht haben. Und jedes Mal hat er uns ein wunderschönes Fotoalbum geschenkt. Heinz war Ehrenmitglied unseres Radwanderervereins, 1` "Entente cyclotouriste de La Bazoge".
Allmählich hat er eine bestimmende Rolle im Partnerschaftsausschuss gespielt und, es ist schon mehrere Jahre her, beim Planen der Besuche, hatten wir beinahe ständigen Kontakt per E-mail oder Telefon. Er sollte natürlich den nächsten Besuch in La Bazoge begleiten.
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass wir froh sind, Heinz kennen gelernt zu haben und mit ihm viel zusammen gearbeitet haben. So wie Rudolf Bode, Jürgen Elle, Hans Meyer und viele mehr, die wir in Martfeld nicht kennen, ist er ein Mann, der seinen Stein auf die Erde mitgebracht hat. Er hat einen Stein schön gestaltet, der unsere Grenzen überschreitet, ihn überlebt und jetzt noch gegenwärtig ist.
Dafür möchte ich mich, im Namen der Gemeinde und des Partnerschaftsausschusses bei ihm bedanken.
Loic Pierre, La Bazoge

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"Tante Lotti" (1921 -2009)
Nachruf durch Wilfried Nordbruch während der Trauerfeier am 17.09. 2009 in der Martfelder Friedhofskapelle

Liebe Tante Lotti, Zum letzten Mal möchte ich Dich so ansprechen, und Dir im Namen des Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld für Deinen unermüdlichen Einsatz für unseren Verein danken.
Von Anfang an hast Du uns über Jahrzehnte, über mehr als 30 Jahre, mit Rat und Tat begleitet. Deinen ersten, ganz großen Auftritt, hattest Du bei der 800-Jahrfeier der Gemeinde Martfeld 1979, als Du bereits Wochen vor der eigentlichen Jubiläumsfeier zusammen mit Deiner Freundin Gertrud Schumann und in Begleitung von Edwin Seebode und Richard Klausen als "Krutwieber" mit der Kutsche in alle Ortsteile unseres Dorfes gezogen bist und Werbung für dieses große Ereignis der Gemeinde Martfeld und des Heimatvereins gemacht hast. In den folgenden Jahren hast Du bei den Dorffesten unermüdlich die Drehorgel gedreht und Geld für einen guten Zweck gesammelt, so z.B. für die Aktionen "Sorgenkind", die später in "Aktion Mensch" umbenannt wurde, und für "Ein Herz für Kinder".

An den Mühlentagen, immerhin vier Mal im Jahr, hast Du die Mühle geschmückt und diese mit wunderbaren Blumengebinden und Gestecken ausgestattet. Außerdem hast Du regelmäßig leckere Torten und herrliche Kuchen für das Kaffetrinken in der Mühle gebacken. Als später auch standesamtliche Trauungen in der Mühle durchgeführt wurden, hast Du dort, für Dich ganz selbstverständlich, auch wieder das Ausschmücken der Mühle übernommen. Bei den Mühlentagen selbst, hast Du am Eingang gesessen, die Besucher begrüßt, sie gern auch mal in ein kleineres Gespräch verstrickt und ihnen Deine zahlreichen Fotos mit Motiven des Dorfes gezeigt. Du warst gewissermaßen das Aushängeschild unseres Vereins. Ein Mühlentag ohne Dich, Tante Lotti, war einfach nicht denkbar.

Als Deine Gesundheit in den letzten Jahren eine unmittelbare Beteiligung in der Mühle nicht mehr zuließ, hast Du vor Deiner schön geschmückten Haustür gesessen, den vorbeikommenden Mühlenbesuchern zugewinkt und natürlich auch bei dieser Gelegenheit den ein oder anderen Klönschnack gehalten. Daneben hast Du all die Jahre in unserem Geschichtsausschuss mitgewirkt, oft im Stillen, ohne nach außen hervorzutreten. Bei den Recherchen für die Schriftenreihe des Heimatvereins: "Martfeld Vergangenheit und Gegenwart" konnten wir immer auf dein fundiertes Wissen über Geschichte und Geschehnisse des Dorfes Martfeld und seiner Ortsteile: Kleinenborstel, Hustedt, Loge und Tuschendorf zurückgreifen.

"Schreiben war für sie Leben" hat Deine Familie in der Traueranzeige geschrieben. Insbesondere im 5. Buch der genannten Schriftenreihe, die Chronik der ehemaligen Gemeinde Kleinenborstel, die Gemeinde in der Du geboren und aufgewachsen bist, wird Deine Mitwirkung deutlich. In ihr hast Du die Schulgeschichte Kleinenborstels aufgearbeitet und auch weitere Artikel veröffentlicht. Ebenso hast Du an der Hustedter Chronik mitgewirkt.

Bei allen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Beschwernissen in den letzten Jahren haben Dich der Lebensmut und die Zuversicht, sicher auch im Hinblick auf Gottes Gnade und sein Reich, nicht verlassen.
In einem Brief zum Jahreswechsel 2007/2008 an Regina und mich, also in Deinem 87. Lebensjahr, schreibst Du zum Schluss (und das soll auch gleichzeitig der Schluss meiner kleinen Ansprache sein):

"Nutzen wir aber die uns verbleibende Zeit, zum frohen, lebendigen Leben, nicht zum Jammern über Missstände. Es gibt immer viel Schönes zum Freuen, man muss die Dinge nur sehen. Es gibt so viel zu danken für Dinge, die nicht selbstverständlich sind. Dankbarkeit lindert Schmerzen, Freude macht die Seele weit."

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Pflanzkübel oder Bodenschwellen?
Rat unterstützt Sanierung der Mühle

Quelle: Syker Kurier 30.06.2011
von Karin Neukirchen-Stratmann

Die Fehsenfeldsche Mühle war nicht ohne Grund als Ort für die Ratssitzung gewählt worden, war doch der Heimatverein geladen, sich den Ratsmitgliedern kurz vorzustellen, gleichzeitig aber auch die nächsten Sanierungsmaßnahmen in der Mühle vorzustellen. Letzteren Part übernahm Heinrich Gräpel vom Heimatverein. Er befasst sich seit anderthalb Jahren mit der Mühlensanierung und blickte zunächst auf die bereits erfolgten Maßnahmen zurück. Das waren 2009 die Jalousieklappen der Mühlenflügel und die Holzfenster in den oberen Etagen der Mühle. Die Kosten dieser beiden Maßnahmen teilten sich der Heimatverein, die Gemeinde, der Landschaftsverband Weser-Hunte und es gab Mittel aus der Dorferneuerung.

" Was nun unbedingt gemacht werden muss ist das Lager in der Flügelwelle, das ist gebrochen, und auch die Treppen oben sind sanierungsbedürftig", erklärte Heinrich Gräpel. Dazu kommen drei Außentüren im Galerieholländer, die ebenfalls erneuert werden müssten. Für die Erneuerung des Lagers rechnet Gräpel mit rund 10000 bis 12000,- € Kosten. "Das können wir aus eigenen Mitteln nicht finanzieren." Bereits bei den älteren Sanierungsmaßnahmen hatte der Heimatverein neben eigenen Mitteln auch Zuschüsse von der Gemeinde und dem Landschaftsverband Weser-Hunte erhalten. Die Treppenstufen, so Gräpel, könne der Verein vielleicht auch in Eigenleistung renovieren. Hierfür und für die Türen veranschlagt er jeweils 1500 Euro. Doch damit nicht genug: Allen stand ein weiteres Problem buchstäblich vor Augen, auf das Heinrich Gräpel hinwies: "Die Feuchtigkeit." Im Erdgeschoss der Mühle sind die Schäden am Putz großflächig sichtbar. "Im Prinzip", so Gräpel, "muss man die Mühle neu verfugen, den Innenputz erneuern und anstreichen." Und noch ein Projekt wartet auf Realisierung: die Instandsetzung des alten Dieselmotors. Der Rat war sich einig, die Sanierung der Mühle auch weiterhin finanziell zu unterstützen. "Die Mühle ist schließlich das Aushängeschild der Gemeinde, da kommen wir gar nicht drumherum", erklärte Michael Albers (SPD).

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Neue Türen
Es passierte auf einer Vorstandssitzung des HVV

Quelle: Martfeld-live Heft 53

Die sieben Türen der Fehsenfeld'schen Mühle sind sehr schlecht; das war uns allen klar. Es war aber auch kein Geld in der Kasse, um sie zu erneuern.
Das war einer der Tagesordnungspunkte auf der Juli Sitzung des HVV-Vorstandes, die, wie immer, in der Mühle stattfand. Da ja gerade erst die große Reparatur an der Flügelwelle und der Einbau der neuen Treppen abgeschlossen waren und noch größere Ausgaben für andere Projekte anstehen, ging die Meinung dahin, die Erneuerung der Türen zunächst zu verschieben.
Mitten in der Diskussion gab es draußen plötzlich einen lauten Krach. Ein großes Stück der Tür des ersten Mühlenbodens hatte sich, ohne ersichtlichen Grund, gelöst und lag nun direkt vor der Eingangstür. Es dauerte keine fünf Minuten, bis der Beschluss gefasst war, sofort neue Türen einbauen zu lassen.
Die Arbeiten wurden von der Fa. Jürgen von Engeln, Schwarme, zeitnah und fachgerecht aus geführt, wobei die alten Beschläge und zum Teil auch die alten Klaspen wieder verwendet werden konnten. Statt Weichholz, wie bei den alten, wurde als Material für die neuen Türen Eichenholz gewählt, das nicht so schnell verwittert.

Dank einer großzügigen Unterstützung durch den Landschaftsverband Weser-Hunte e.V., konnte die Finanzierung gesichert werden.

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Sie dreht sich wieder
Erinnert Ihr Euch noch an den Katzenstein?

Quelle: Martfeld-Live Heft 53

In der "Martfeld live", Heft 48.13, berichteten wir über Schäden an der Flügelwellenlagerung der Fehsenfeld'schen Mühle.Das Lager (der sogenannte „Katzenstein") war gebrochen und die Tragkonstruktion stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Mühle musste stillgelegt werden, um weitere Schäden und mögliche Unfälle zu vermeiden.

Handwerklich war der Ausbau des Lagers und der Lagerbalken eine Herausforderung, zumal die Aktion in 28 m Höhe stattfinden musste, aber auch finanziell stand hinter der Aktion ein großes Fragezeichen, da der Heimatverein die Finanzierung aus Eigenmitteln nicht gewährleisten konnte. So wurde erst im Oktober 2012 mit den Arbeiten begonnen.

Um die Verkleidung der Haube über der Flügelwelle abnehmen zu können, musste ein Gerüst aufgebaut werden, das leicht genug war, um es auf der unteren Galerie abstützen zu können und ausreichend stabil, den Höhenunterschied bis zur Flügelwelle zu überwinden. Da die Mühle sich im oberen Teil verjüngt, musste es auch noch schräg nach oben geführt werden und einen Flügel umschließen. Das machen Gerüstbauer auch nicht jeden Tag.

Damit sich der Mühlenkopf nicht drehen konnte, was automatisch passiert, wenn sich die Windrichtung ändert, legte Cord Fehsenfeld die Windrose vor Beginn der Arbeiten still.
Die Firma "Fach und Werk", Wechold, demontierte die Verkleidung der Haube und bereitete neue Tragbalken vor. Ein Problem tauchte auf, als es um die Beschaffung eines neuen „Katzensteins" ging. Es konnte keine Lieferfirma für den entsprechenden Ölschiefer gefunden werden. Glücklicherweise stolperte man dann über den alten Stein, der noch in einer Ecke des Mühlenbodens stand und von dem niemand wusste, woher er stammte (im oben erwähnten "Martfeld live" Artikel ist er abgebildet). Obwohl die Maße nicht ganz exakt passten, waren Mühlenbauer der Ansicht, dass er verwendbar sei. Er wurde auf eine Stahlplatte gestellt und mit einem Metallkorb umgeben, um die Stabilität zu erhöhen.

Am 20. November 2012, war es dann soweit. Mit Hilfe eines Autokrans, wurden die Demontage der alten Balken und der Einbau der neuen Tragkonstruktion durchgeführt. Zwei Tage später konnte die Flügelwelle wieder auf das Lager abgesenkt werden. Die Haube wurde neu verkleidet und kurz vor Weihnachten baute man das Gerüst ab. Ein erfahrener Mühlenbauer begutachtete die Arbeit und am 27. Dezember 2012 drehten sich die Flügel der Windmühle, nach 18 Monaten Stillstand, wieder. Ein gutes Gefühl für alle Beteiligten.

Im Rahmen dieser Maßnahme wurden, bis zum März 2013, auch die Treppen in der Mühle erneuert, so dass Besucher die oberen Stockwerke nun wieder betreten können.

Der Heimatverein Martfeld bedankt sich bei den Mitarbeitern der ausführenden Firma für die kompetente Planung und Durchführung der Arbeiten. Die Renovierungsmaßname kostete ca. 26.000 €, ein Betrag, den der Heimatverein aus eigenen Mitteln natürlich nicht aufbringen konnte.

Wir danken dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen, für die Bereitstellung von Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm sowie dem Landschaftsverband Weser-Hunte e.V. und der Gemeinde Martfeld für die großzügige Förderung der Maßnahme. Ein besonderer Dank gilt Frau Gluschak, Samtgemeinde Bruchhausen - Vilsen, ohne deren freundliche und kompetente Hilfe die Erstellung der Förderanträge und das Einholen der erforderlichen Genehmigungen nicht so reibungslos möglich gewesen wäre.

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Was ist eigendlich ein "Katzenstein" ?

Quelle:Martfeld-Live Heft 48

Diese Frage stellte sich mir, als ich von Anton Bartling darüber informiert wurde, dass der Katzenstein in den Distanzbalken eingesunken sei. Die Flügelwelle musste abgestützt und stillgelegt werden. Ich solle mich mal darum kümmern.
Wie der geneigte Leser bestimmt schon ahnt, handelt es sich wieder einmal um ein "Windmühlenproblem". Ein schwerwiegendes noch dazu, wie uns ein Mühlenbauer bestätigte, der zur Begutachtung hinzu gezogen wurde.
"Die Flügelwelle ist im Bereich der vorderen Lagerung auf dem Katzenstein um ca. 10 cm abgesackt. Hervorgerufen ist das Absacken durch einen deutlich erkennbaren Längsbruch des vermorschten Distanzbalkens, auf dem der Katzenstein ruht. Durch den Bruch ist auch der Katzenstein in Längsrichtung gebrochen. Als Ursache ist nicht nur der zusammengebrochene Distanzbalken anzusehen, da auch der Windbalken (auf dem der Distanzbalken ruht), einen sehr bedenklichen Zustand aufweist." So kann man, leicht gekürzt, in seinem Gutachten lesen. Wie das aussieht, zeigt das Bild.

Der Vorschlag: Windbalken, Distanzbalken und Katzenstein austauschen, um die Funktionsfähigkeit wieder herzustellen und die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Was sich hier so leicht liest, trieb dem Zimmermann, der sich Gedanken über die Durchführbarkeit der Maßnahme machte, Sorgenfalten auf die Stirn. Immerhin muss ein Balken von 3,50 m Länge, 50 cm Höhe und 40 cm Breite in 28 m Höhe ausgebaut und durch einen neuen ersetzt werden. Dazu ist die Verkleidung der Haube teilweise zu demontieren. Sorgen hat natürlich auch der Vorstand des Heimatvereins, der die Finanzierung der Reparatur sicherstellen muss. Aus Mitgliedsbeiträgen ist das nicht zu bezahlen. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren schon mehrere kostspielige Unterhaltungsmaßnahmen an der Mühle durchgeführt werden mussten.

Die Kosten von ca. 20.000,- € konnten nur durch Zuschüsse der Gemeinde Martfeld, des Landschaftsverbandes Hunte - Weser und durch Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm aufgebracht werden. Trotzdem blieb ein erheblicher Eigenanteil, der vom Heimatverein getragen werden musste.

Im Frühjahr wurden sämtliche Holzfenster in der Mühle, durch neue ersetzt. Die alten waren stark verwittert und undicht, so dass Wasser auf die Balken tropfte; erste Bauschäden waren bereits sichtbar. Diese Maßnahme wurde allein aus Mitteln des Heimatvereins finanziert. Von der Zuschuss Gewährung durch die Gemeinde und durch weitere Institutionen und Sponsoren wird es nun abhängen, wann mit der für die Mühle "lebenswichtigen" Reparatur begonnen werden kann.

Private Spenden sind natürlich ebenfalls sehr willkommen!

....und woher hat der "Katzenstein" nun seinen Namen? Gerüchte sagen, dass der Geruch, der beim Bearbeiten dieses Steines entsteht, an Katzen erinnert. Ihr könnt es ja gelegentlich mal ausprobieren (aber bitte vorher bei mir melden).

Was ist ein "Katzenstein"
Ein alter Katzenstein, der in der Fehsenfeld'schen Mühle gefunden wurde. Katzenstein: "Halslager der Mühlenwelle aus einem weichen, ölhaltigen Schieferstein"
Quelle: Deutsche - Muehlen.de, "Mühlenkunde"
"„Katzenstein ist die Bezeichnung für das Flügelradlager einer Windmühle"
Quelle: Wikipedia

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Mühlenreparatur
Der Zahn der Zeit nagt mächtig an der Mühle
Schäden sollen möglichst bald behoben werden

Quelle: Wochen-Tipp 07.03.2012
von Manuela Beer
Fotos: Beer

Die gewaltigen Balken haben schon einiges ausgehalten. 1871 haben die Baumeister der Fehsenfeldschen Mühle in Martfeld die in Form geschlagenen Fichtenstämme ganz weit oben in der Mühlenkappe, in luftigen 28 Meter Höhe, in ihre Position gewuchtet. Doch irgendwann muss auch der stärkste Balken klein bei geben.

Im Falle der Fehsenfeldschen Mühle sind es jetzt gleich zwei Balken sowie das Steinlager der Flügelwelle, der so genannte Katzenstein. Diese miteinander verbundenen Elemente unterm Mühlendach sind derart marode, dass sie schnellstmöglichst erneuert werden müssen. Doch bevor die Zimmerleute anrücken können, gilt es die Finanzierung zu klären. Ersten Schätzungen folgend wird mit einem Kostenaufwand von um die 12.000,- € gerechnet.

So kann seit fast einem Jahr das eigentlich voll funktionsfähige Denkmal und Martfelder Wahrzeichen nicht in Gang gesetzt werden. "Das tut der gesamten Technik, die komplett aus Holz besteht, gar nicht gut", sagt Heinrich Gräpel, der im Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) Martfeld dem Ausschuss für Mühlentechnik vorsteht. Im­merhin könnte der Holzbock die Ruhephase der Mühle als eine Einladung zum ausgiebigen Festmahl betrachten...

Auf dem Katzenstein und den beiden übereinander lagernden, maroden Balken ruht das gesamte Gewicht der oberen Welle und folglich auch der Windmühlenflügel, immerhin rund drei Tonnen. "Der ständige Feuchtigkeitseintritt hat den Balken zugesetzt", erklärt Gräpel. Die Fäulnisprozesse seien mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die Balken deutlich sichtbare Schäden aufweisen und ihre Tragfähigkeit eingebüßt haben. Der Katzenstein ist sogar teilweise in den morschen Balken eingesunken.

"Um die beschädigten Balken zu entlasten, haben wir die Welle mit zwei Wagenhebern abgestützt", sagt Gräpel. Doch so ganz vertraut er dieser Hilfskonstruktion nicht. "Ein Sturm könnte das Ganze destabilisieren." Eine zeitnahe Reparatur sei daher ratsam.

Am vergangenen Freitag hat sich ein Fachmann aus der Region die Beschädigungen angesehen. Gräpel rechnet in den nächsten Tagen mit einem Angebot des Betriebes. "Erst mit einer konkreten Kostenaufstellung kann ich mich um Fördermittel für die Reparatur bemühen", sagt Gräpel. Klar sei, dass die Kosten bei weitem die finanziellen Möglichkeiten des HVV als Pächter der Mühle überschreiten werden. Doch da dem Verein in der Vergangenheit Mittel aus verschiedenen Fördertöpfen zum Erhalt des Denkmals zur Verfügung gestellt wurden, ist der Martfelder guten Mutes, dass der Verein auch in diesem Fall auf Unterstützung bauen kann. Das gelte umso mehr, da das Wirken des HVV in Bezug auf die. Mühle in der Samtgemeindeverwaltung engagiert unterstützt werde, wie Gräpel betont.

Doch wie es oft so ist, kommt eins zum anderen. Und wer sich ein wenig mit älteren Bauwerken auskennt, mag erahnen, dass sich die Mühle mit der noch 2012 geplanten Großreparatur keinesfalls zufrieden gibt.
So wurden weitere, dringende Reparaturen auch schon fest ins Visier genommen. Ganz oben auf der Liste der zu erledigenden Arbeiten steht die Reparatur von insgesamt vier Holztreppen in den oberen Geschossen der Mühle. Abnutzung und wiederum Wassereintritt haben insbesondere den Stufen und den Wangen Öffentlichkeit zugesetzt. "Für die Offentlichkeit ist der Zugang schon seit zwei Jahren gesperrt", sagt Gräpel. Die notwendigen Arbeiten wollen die Mitglieder des Mühlenausschusses zum Teil Kosten sparend in Eigenleistung erbringen.

Ähnlich werden die Mühlenfreunde auch bei den Holztüren im oberen Teil der Mühle verfahren. Auch hier hat die Norddeutsche Witterung deutliche Spuren hinterlassen, müssen die Türen komplett ersetzt werden. So rechnet Gräpel insgesamt mit Kosten in Höhe von rund 3600,- € für die Instandsetzung dieser Bauteile. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten aufgenommen und auch abgeschlossen werden.

Wer nun meint, dass die Mühle nach derart intensiver Zuwendung Ruhe gibt, der irrt. Damit in dem alten Gemäuer auch weiterhin Musikgruppen proben, Liebende sich das Jawort geben und sich Besucher im Rahmen von Besichtigungstagen umsehen können, müssen die Räumlichkeiten im unteren Teil der Mühle nutzbar sein und gepflegt erscheinen. Doch sorgt von außen eindringende Feuchtigkeit für Schäden am Innenputz.

Die nächste "Großbaustelle" steht damit schon fest: Die Außenwände müssen neu ausgefugt, im Innern der Putz zum Teil erneuert und die Wände neu gestrichen werden. Gräpel: "Das muss in den nächsten drei Jahren in Angriff genommen werden." Ach ja, und dann ist da noch ein Dieselmotor, der wieder Instand gesetzt werden müsste...

       
v.l.: Ganz oben unter der Mühlenhaube deutet Heinrich Gräpel auf die schadhaften Balken und das gebrochene Steinlager ("Katzenstein") Die hölzernen Türen und Klappen sind ebenfalls marode und müssen erneuert werden, ebenso wie die ausgetretenen Treppenstufen.

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Ehrung für August Wessel

Quelle:Martfeld Live Heft 40.16

Als A. Bartling diese Charakteristika auf der Jahreshaupt versammlung des HVV vortrug, wussten sofort alle, wer gemeint war: August Wessel.
Der Vorstand des HVV hatte beschlossen, August Wessel für seine besonderen Verdienste für den HVV zu ehren und für ihn und seine Ilse ein Essen in einem Martfelder Restaurant zu spendieren. Hier ein kleiner Auszug aus der Dankesrede vom Vorsitzenden.
Trotz oder gerade wegen deiner Pensionierung arbeitest du genauso weiter wie bisher. An einigen Beispielen möchte ich unseren Dank deutlich machen. Auf dem Erntefest in Martfeld fällst du in erster Linie nicht durch Trinkfestigkeit auf - in gewissen Maße ist das ja Voraussetzung - nein du fällst auf, weil du seit Jahrzehnten den Erntewagen des HVV bewegst und vorher die thematische Ausrichtung bestimmst. Ein Motto erinnere ich gerne: "Der Mensch ist, was er isst!"

Klingt sehr einfach, dahinter steckt aber eine Lebensphilosophie, die drei deiner vielen Eigenschaften deutlich machen: humorvoll kommunikativ- ökologisch. Die Achtung vor der Schöpfung und die Sorge um den Erhalt der Lebensbedingungen treibt dich rum und macht dich auch manchmal wütend, wenn du die Dummheit und die Gier einiger Menschen siehst. Danke dafür! Was wären die Mühlentage ohne Dein mobiles Museum der alten Acker- und Gartengeräte. Jedes Teil mit einer Geschichte versehen. Du erzählst sie den Gästen und besonders den Kindern. So was nennt man auch "lebendige Geschichte". Danke dafür!
Diese Gerätschaften sind nur der geringste Teil deiner Sammelleidenschaft. Über hundertfünfzig Dinge der Vergangenheit hast Du mittlerweile an verschiedene Museen vermittelt. Dort zeigen sie der Zukunft, worauf sie baut. Auch dafür im Namen vieler Menschen schönen Dank!

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Ehrenamt im HVV
Wilfried Nordbruch Engagement für Martfeld

Quelle: Syker-Kurier vom 16.05.2009
von Karin Neukirchen-Stratmann

In Zeiten, da das Ehrenamt immer weniger populär ist, zumindest in der jungen Generation, sticht er hervor Wilfried Nordbruch aus Martfeld. Der 68 - Jährige ist nicht nur in einem Verein aktiv, dem Heimatverein, nein, es gibt da noch die evangelische Kirchengemeinde, den Förderverein Hallenbad Martfeld sowie die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen von Dorferneuerung, "Leben in Martfeld" und der Zukunftswerkstatt. Mitglied im Förderverein der Feuerwehr ist er auch. In der Vergangenheit kommen noch der Reitverein Schwarme, Elternbeirat in Schulen und sein Engagement als Betreuer für einen psychisch kranken Mann in Martfeld dazu. Das hört sich nach Vollzeit-Job an. Aber alle diese Ehrenämter hatte Wilfried Nordbruch neben seinem Beruf als Industriekaufmann, neben seiner Familie. "Ohne das Verständnis der Familie geht es natürlich nicht", weiß Wilfried Nordbruch. Seine Frau Regina unterstützt ihn wo sie nur kann, hilft sogar selber mit. Zum Beispiel bei den Radtouren für den Heimatverein Martfeld. Damit begann für Wilfried Nordbruch eigentlich alles. Er ist Gründungsmitglied seit 1976, war immer im Vorstand, als Schriftführer, zweiter Vorsitzender, vier Jahre sogar als erster Vorsitzender, heute als Ehrenvorsitzender.

"Die Gründung erfolgte vor über 30 Jahren, als es die Gemeindereform gab", blickt Wilfried Nordbruch zurück. Der damalige Gemeinderat hatte die Gründung initiiert. "Es ging darum, dass Hustedt und Kleinenborstel zu Martfeld kamen, Martfeld zur Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Sowohl die Ratsherrn als auch viele Bürger hatten Bammel, dass wir da untergebuttert werden", erzählt Wilfried Nordbruch mit einem Lachen. Mit dem Heimatverein, so hoffte man, sollte der Zusammenhalt in der Gemeinde gefestigt und erhalten bleiben.

Bodenständig, das ist Wilfried Nordbruch, und das ist gut so, denn aus diesem Verständnis heraus kann man sein Engagement nicht nur damals, und auch heute noch, im Heimatverein verstehen. Gerade auch deswegen engagiert er sich stark in der Dorferneuerung und der Zukunftswerkstatt Martfeld. "Ich wohne ja schließlich hier, bin natürlich daran interessiert, das Martfeld eine lebenswerte Gemeinde bleibt, eine lebendige Gemeinde, in der Menschen gerne leben", begründet Wilfried Nordbruch sein Engagement.

Vor allem auch der Erhalt der Infrastruktureinrichtungen liegt ihm dabei am Herzen, nicht zuletzt deswegen ist er auch im Förderverein Hallenbad Martfeld aktiv. "An einen Zuwachs in der Gemeinde glaubt niemand mehr so richtig, aber der Standort soll so erhalten bleiben, mit Kirchen, Menschen, Supermarkt und Einrichtungen, wie er ist." Sein Engagement für das Hallenbad resultiert auch aus den Erfahrungen seiner Frau, die als Erzieherin im Kindergarten tätig ist. "40 Prozent der deutschen Kinder im Alter von zehn Jahren können nicht schwimmen", weiß Nordbruch. "In Martfeld können 98 Prozent aller Kinder, die in die Schule kommen, schwimmen." Und damit das so bleibt, gilt seine Aufmerksamkeit auch dem Erhalt des Hallenbades, auch wenn er selber kein Schwimmer ist. "Ich fahre lieber Fahrrad." Für den Heimatverein organisiert Wilfried Nordbruch jährlich Radtouren.

Nordbruch, der auf einem Hof in Normannshausen aufwuchs, ist gelernter Industriekaufmann, hat zwei erwachsene Kinder, arbeitete unter anderem bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaft in Asendorf, später in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in Bassum, zuletzt bei einem Autohändler in Bremen. So abwechslungsreich wie sein Berufsleben ist auch sein ehrenamtliches Engagement.

Schon seit 24 Jahren ist er aktiv in der Kirche, seit vielen Jahren als Lektor und im Gemeindebeirat. Sein Lektorenamt hat er aber im vergangenen Jahr abgegeben, obwohl er betont, dass ihm die Ehrenämter "nicht zu viel werden. Es hält sich auch ja geistig fit", erklärt der Rentner. Viel Kraft hat ihn die Aufgabe als Betreuer, "damals sagte man, Gebrechlichkeitspfleger", für einen Martfelder Bürger gekostet. Neun Jahre hat er den Mann betreut, mit viel Unterstützung seiner Frau. Der psychisch Kranke wurde oft in eine Klinik eingewiesen, wohnte sonst bei einem Bruder in Martfeld. "Es gab damals keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten für diese kranken Menschen", blickt Wilfried Nordbruch zurück. Die Besuche in der geschlossenen Anstalt im Landeskrankenhaus kosteten ihn und seine Frau viel Kraft. "Das nimmt man mit nach Hause, das steckt man nicht so einfach weg." Ein Ausgleich für Wilfried Nordbruch ist auch heute noch der Garten, Lesen, Fotografieren und Radfahren.

Radfahren liegt mir Blut"
Schon seine ersten Urlaubsziele erreichte der Martfelder Wilfried Nordbruch mit dem Drahtesel

Quelle: Kreiszeitung 5.August 2009 ah
Foto Hanke
Urlaub vor 50 Jahren? Gab es nicht", lautet die erste Reaktion des Martfelders Wilfried Nordbruch. Dann aber fällt dem 69-Jährigen doch noch Einiges für die Sommerserie der Kreiszeitung ein. „Wir haben es wohl nur nicht Urlaub genannt", lacht Nordbruch, den die Martfelder wegen seines jahrzehntelangen Engagements für die Kirchengemeinde und den Heimatverein schätzen.
Seinen Eltern war das Wort „Urlaub" tatsächlich fremd. Ab und zu ein freier Tag, mehr sei nicht drin gewesen.
Mit Fotos und Postkarten hat Wilfried Nordbruch seine früheren Urlaub dokumentiert erinnert sich Nordbruch an seine frühe Kindheit. 1940 geboren, wuchs er auf einem Pachthof in Martfeld – Normannshausen auf. Sein Vater betrieb einen kleinen Landhandel mit Kohle, Torf, Düngemitteln und Kartoffeln. Ausflüge mit Nachbarn und Bekannten zum Zirkus "Krone" in Bremen seien schon "eine Sensation in Tüten" gewesen. "Da sind wir mit einem alten Lkw hin, auf dessen Pritsche Bänke und Stühle montiert waren." Besuche von Verwandten in Jeebel mit dem Rad und Abstecher zum Brokser Markt unternahm Nordbruch ebenfalls mit den Eltern. Zu Hochzeiten und anderen wichtigen Anlässen mietete sich die Familie schon mal einen Wagen mit Fahrer.

Sein erster eigener Urlaub führte Nordbruch 1956 nach Hamburg. "Ich habe mich damals gewundert, dass ich das schon mit 16 Jahren durfte", berichtet er. Gemeinsam mit seinem Klassenkameraden Wolfgang Landwehr machte er sich mit dem Rad auf den Weg in die Hansestadt. Eine Klassenkameradin war dorthin gezogen. "Na ja, in dem Alter hat man ja schon nach Mädchen geschaut", erklärt der Martfelder. Den Großteil der Nächte verbrachten die Freunde in einer Baracke der Jugendherberge in Fuhlsbüttel. Feldbett und Wolldecke – mehr brauchten die beiden Jungen seinerzeit nicht.

Ein Jahr später ging es mit dem Drahtesel nach Holland und Belgien. 1000 Kilometer rissen Nordbruch und sein Klassenkamerad Detlef Krüger aus Bruchhausen – Vilsen (heute Schweiz) in zehn Tagen ab. Dass er wegen eines vergessenen Portemonnaies insgesamt drei Mal über den Ijsselmeer – Damm musste, darunter zwei Mal bei Gegenwind, ist Nordbruch besonders in Erinnerung geblieben. Ebenso wie das "viel lockerere" Radioprogramm der Holländer mit unbekannter Musik und das Interesse eines Holländers an zeitgenössischer deutscher Literatur. Mit ihm tauschte sich Nordbruch über den norddeutschen Schriftsteller Manfred Hausmann aus.

Wilfried Nordbruch (links) und der Brokser Wilfried Schumacher während einer Radtour – Pause im Harz
Zeitweise waren die Jungen mit Mädchen aus Surinam unterwegs. Nordbruch: „Bis dahin hatten wir in unserem Leben noch keine Farbigen gesehen." Nicht verstanden haben die beiden, warum ihnen einige Holländer feindlich begegneten. "Vom Zweiten Weltkrieg haben wir in der Schule doch nichts mitbekommen", sagt Nordbruch. Weitere Radtouren unternahm Nordbruch seinerzeit mit dem Brokser Wilfried Schumacher in den Harz (1959) sowie mit dem Schwarmer Klassenkameraden Fritz Masemann nach Schilling (1958 und 1960). "Dort muss es uns gut gefallen haben, sonst wären wir ja nicht zweimal hin", überlegt Nordbruch. Beim zweiten Mal habe er schon einen Motorroller besessen. "Fritz hat sich einfach an meiner Schulter festgehalten, und ich habe ihn gezogen. Damals ging ja so manches."
Seinen ersten Flug erlebte er im Alter von 46 Jahren. Mit Ehefrau Regina und den beiden Töchtern ging es nach Ischia (Italien). Wander – Ferien auf Mallorca, Madeira und Teneriffa haben die Nordbruchs ebenfalls schon erlebt, doch gegen den Drahtesel hat das Flugzeug noch heute keine Chance. Ob rund um den Bodensee oder der Donau entlang von Passau nach Wien:. "Das Radfahren liegt mir irgendwie im Blut", erklärt Nordbruch. "Am Strand in der Sonne liegen, das ist nichts für mich."

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Anton Bartling löst Wilfried Nordbruch als neuer Vorsitzender ab

Quelle: Martfeld-Live 26.16 (August 2004)
links: Wilfried Nordbruch, rechts:Anton Bartling
Vor ziemlich genau einem halben Jahr, nämlich am 13. Februar 2004 trat Anton Bartling das Amt der 1. Vorsitzenden des Heimat- und Verschönerungsvereins Martfeld an. Damit löste er Wilfried Nordbruch ab, der seit 2000 im Amt gewesen ist, vorher jedoch schon 23 Jahre im Vorstand tätig war. Anton ist hauptberuflich Referent für Suchtkrankenhilfe beim Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales in Bremen. Als Vorsitzender des HVV Martfeld koordiniert er Hauptsächlich die Zusammenarbeit der verschiedenen Ausschüsse des HVV und vertritt den Verein nach außen.
Auf den monatlichen öffentlichen Vorstandssitzungen werden die wesentlichen Dinge besprochen, so dass Informationsfluss und Feinabstimmung gewährleistet ist. Bei der Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsfelder ist dies besonders wichtig. Was viele nicht wissen unter dem Dach des HVV befinden sich folgende
Ausschüsse:

  • Mühlenausschuss mit dem Schwerpunkt der Veranstaltungen in der Mühle

  • Mühlentechnikausschuss zuständig für den Betrieb der Mühle und für die Präsentation der Technik

  • Plattdeutsche Theatergruppe führt regelmäßig Theaterstücke auf

  • Radsportausschuss organisiert Radtouren

  • Kinder- und Jugendausschuss führt sehr viele unterschiedliche Veranstaltungen durch

  • Fotoausschuss begleitet die Arbeit des Vereins und organisiert regelmäßig Ausstellungen

  • Archiv und Geschichtsausschuss pflegt das Archiv und begleitet und erarbeitet Dorfchroniken

Alle Arbeiten werden mit hohem ehrenamtlichen Engagement geleistet. Anton hat den Vorsitz des HVV gerne übernommen, die vielseitigen Aktivitäten und die hohe Selbstständigkeit der Ausschüsse haben ihn besonders angesprochen. Auch wenn der Name "Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld" bei manchen Menschen Gedanken an verstaubte alte Sachen erzeugt, ist Anton sich sehr sicher, dass gerade der Begriff "Heimat" in der heutigen Zeit mehr und mehr Bedeutung erhalten wird.

"Mobilität, Flexibilität und die große Welt des Internets führen vielfach zur Entwurzelung. Wo gehöre ich hin? Wie finde ich meinen eigenen Mittelpunkt? Das sind Fragen, die mit Heimat zu tun haben!" Für ihn ist das Dorf mit seinen überschaubaren Strukturen, den Eigenarten von Bauten, Landschaften und sozialem Gefüge ein Teil der "begreifbaren" Heimat. Sie nahe zu bringen und zu pflegen ist Ziel und Aufgabe zugleich.

So würde er es zum Beispiel begrüßen, dass im Unterricht der Schule, z.B. Geschichte mehr anhand lokaler Ereignisse bearbeitet werden wurde. Die vorliegenden Chroniken hatten genügend Material zu vielen weltbewegenden Ereignissen. Aus der jüngeren Geschichte gebe es sogar noch Zeitzeugen.

Als Verein wird der HVV bis zum Jahresende seine öffentliches Profil verbessern, eine kleine Broschüre über die Arbeit des HVV und die Überarbeitung der Homepage werden die ersten Schritte sein. Wichtiges Ziel ist die Einbeziehung von weiteren aktiven Mitbürgerinnen und Mitbürgern. "Unter unserm Dach sind noch viele Plätze frei und für unsere Ideen und Aktionen werden noch viele Hände gebraucht!", so Anton zum Abschluss unseres Gespräches. Wenn das keine Einladung ist.

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Arbeitseinsatz in der Mühle am 22.03.2014

 
 
 
 

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Sanierung der Windmühle dringend erforderlich
Fehsenfeldsche Mühle sehr marode / Projekt "Martfelder Legenden" vorgestellt.

Quelle: Kreiszeitung 30.06.11

Der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld blickt auf eine mittlerweile 30-jährige Vergangenheit zurück. Seit Gründung des Vereins haben die Mitglieder die Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld als Herberge gepachtet. Dort stellte Dienstagabend Anton Bartling, 1. Vorsitzender, im Rahmen der Ratssitzung die geplanten Projekte vor.
Auf einer Stellwand hatte Bartling die Arbeit des Vereins veranschaulicht. Dabei betonte der Vorsitzende, dass die Zusammenarbeit mit den anderen örtlichen Vereinen sehr wichtig sei. Die "Fotogruppe" kümmert sich derzeit um eine Ausstellung für den "Tag des Denkmals".
"Die Mitglieder erarbeiten eine abwechslungsreiche Ausstellung zum Thema "Strukturen", freute sich Bartling schon auf die Ergebnisse.
Auch der "Geschichtsausschuss" ist momentan fleißig bei der Arbeit. Die Teilnehmer erstellen aktuell die siebte Orts-Chronik. "Andere Heimatvereine sind über unsere Arbeit sicherlich neidisch", zeigte sich Bartling stolz. Als "Bildungsangebot" bezeichnete der Martfelder die organisierten Radtouren des HVV. "Mit den verschiedenen Ausschüssen ist unser Verein sehr breit aufgestellt. Wir versuchen, in den unterschiedlichen Bereichen moderne und zeitnahe Dinge auf die Beine zu stellen", berichtete Bartling, der froh darüber ist, dass er auf die Unterstützung der Gemeinde zählen kann.

Passend zur Vorstellung des HVV hatte auch Victor Kégli seine bevorstehende Arbeit in Martfeld präsentiert. Der Berliner Künstler plant zusammen mit den Bewohnern das Projekt "Martfelder Legenden". "Für die Umsetzung sammel ich Begebenheiten und Ereignisse aus dem persönlichen Leben der Martfelder", erklärte er. Diese Geschichten will Kégli nach Möglichkeit bis Ende Juli zusammenhaben, um dann zu schauen, wie diese künstlerisch umzusetzten sind. "Ihr müsst mit mir arbeiten, sonst entsteht vielleicht etwas, was euch gar nicht gefällt", appellierte der Künstler an die Martfelder.

Im Anschluss hatte Heinrich Gräpel, 1. Vorsitzender des Ausschusses "Mühlentechnik" im Heimat- und Verschönerungsverein, über die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an der Fehsenfeldschen Mühle berichtet. "Die vier Treppen sind sehr marode. Es ist mittlerweile zu riskant, die Stufen der Holztreppe zu betreten", erklärte Gräpel, der für die Sanierung rund 1600,- € einplant. Zudem seien die vier Türen im Obergeschoss nicht mehr dicht, so dass Wasser in den Innenbereich der Mühle eintrete. Diese sollen für 2000,- € ausgetauscht werden.

Des Weiteren ist laut Gräpel ein Lager der Flügelwelle der Windmühle defekt und muss ebenfalls dringend ausgetauscht werden. "DasSteinlager der Welle ist gebrochen und in den darunter liegenden kurzen Balken eingesunken", berichtet Gräpel, der am tragenden Balken bereits entstandenen Schäden gezeigt hatte. 10.000 bis 12.000 € hat der HVV für die Sanierungsmaßnahmen einkalkuliert.

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Neue Böden für die Feldmühle
fleißigen Handwerker bei der Arbeit

Quelle: Martfeld-Live 09.09 (Dezember 1998)

Stockduster ist es abends noch in der Feldmühle - kein Wunder ohne elektrischem Licht. Allerdings braucht man bald ohnehin nicht mehr darauf zu achten, wohin man tritt, wenn man seinen Fuß in das alte Gemäuer setzt. Grund dafür sind die momentan laufenden Sanierungsarbeiten im Gebäude. Und die sind schon erwähnenswert. Nicht nur, daß damit eine weitere unserer Mühlen einen Schritt in Richtung vollständiger Instandsetzung tut, ist es auch eine besondere Maßnahme, in deren Rahmen die Sanierung der Fußböden vonstatten geht. So ist es ein gemeinsames Programm des Arbeitsamtes und der Diakonie Freistatt, das fünf jungen Leuten eine zeitlich befristete Arbeit verschafft.
Unter der Leitung Olaf Meyer-Holtkamps sind Mike Przluki, 20 Jahre alt und aus Bremen, Marco Haller, 21, Hoya, Michael Gottre, 24, Asendorf, Sven Nehm, 20, Wöpse und Michael Urban, 22 und aus Asendorf seit dem l. September damit beschäftigt, die alten und morschen Bodenbretter herauszureißen und gegen neue Dielen auszutauschen.

Doch zunächst einmal galt es aufzuräumen. "Was wir da nicht alles aus dem Schacht rausgezogen haben", erzählt Mike und deutet in eine Ecke. Stangen und anderes Gerumpel. "Das hätt'ste mal sehen sollen." Nun ist davon aber nichts mehr übrig außer ein paar Balken, die ehemals die Wände des besagten Schachtes gehalten haben. Ebenso sind die kaputten Bodenbretter der ersten und der zweiten Etage schon durch neue ersetzt worden.

Momentan arbeiten die fünf Junghandwerker gerade am obersten Geschoß. In der Mitte sind schon neue Bodenbretter, Außenrum lediglich ein paar Balken, auf denen die Jungs balancieren. Da wird ausgemessen und ausgeglichen, die Kreissäge gequält und der Hammer geschwungen. Die Fünf sind fleißig bei der Sache, werden es aber nach eigener Meinung wohl dennoch nicht bis zum geplanten Ende der Maßnahme am 7. Januar nächsten Jahres schaffen. Schließlich müssen drinnen auch noch ein paar Wände verkleidet werden.

Am fehlenden Eifer liegt das jedenfalls nicht, sind sie doch trotz der eisigen Temperaturen in der Mühle immer noch fleißig bei der Sache. Uns das obwohl nur zwei von ihnen Erfahrungen mit einem Holzberuf gesammelt haben, die anderen Drei somit Neuland betreten haben. Davon ist aber nichts zu sehen, wenn man ihr bisheriges Pensum betrachtet.

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Neue Klappen für die Mühle
Sanierung durch Firma Rodenbostel aus Weyhe

Quelle: Kreiszeitung: 21. Dezember2009 (lil)

In luftiger Höhe tauschten die Mühlenbauer die Flügelklappen aus.
Die Kosten betragen knapp 20000,- € . Die Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld erstrahlt in neuem Glanz -dank Wilhelm Rodenbostel und Sven Barenburg von der Mühlenbaufirma Rodenbostel aus Weyhe.
Mehr als einen Monat dauerte die Sanierung der Klappenkonstruktion der Flügel, die vor fast 30 Jahren eingesetzt worden war.
Zunächst bauten Rodenbostel und Barenburg die Klappen aus, deren Traghölzer durch Witterungseinflüsse morsch geworden waren. Die Klappen hatten sich bereits gelöst und drohten herabzustürzen. Danach nahmen die Spezialisten deren Maße, um neue Klappen aus. einem stärkeren Aluminumblech und Beschläge aus Edelstahl anzufertigen. „Aluminium ist relativ beständig, und Edelstahl eigentlich auch. Bei normaler Belastung hat die Konstruktion eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren", erklärte Wilhelm Rodenbostel auf Nachfrage. Es könne allerdings passieren, dass im „Extrem-Fall" bei sehr starkem Wind Klappen frühzeitig herausbrechen. Dies sei aber nur selten der Fall, versicherte der Weyher Mühlenbauer. Bei der erneuerten Klappen-Konstruktion handele es sich wieder um so genannte Jalousienklappen, die mechanisch betätigt - das heißt geöffnet und geschlossen werden. Früher sei es Aufgabe des Müllers gewesen, die mit Segeltuch bespannten Flügel bei Sturm zusammenzurollen, sagte Rodenbostel.

"Jetzt sind die Flügel wieder sicher und funktionsfähig", freuen sich die Verantwortlichen des Heimatvereins Martfeld (HVV), der Träger der Mühle, ist. Die Kosten für die Sanierung - deren Großteil der HVV trägt - beliefen sich auf knapp 20000,- €, erklärt Christa Gluschak, die im Rathaus in Bruchhausen-Vilsen für die Dorferneuerung zuständig ist. Finanzielle Unterstützung erhielt der Heimatverein von der Gemeinde Martfeld, dem Landschaftsverband Weser-Hunte, der VGH-Versicherungsgruppe Hannover sowie der Sulinger Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL), die die Sanierung im Rahmen der Dorferneuerung Martfelds gefördert hatte.

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Feldmühle: 40 flügellose Jahre sind vorüber
Äußere Restaurierung gestern abgeschlossen.

Quelle: Kreiszeitung vom 16.August 1997 (the).
Foto: Jochen Borstelmann
"Und das wollte ich mal abreißen lassen ..." Dieser Gedanke wird Hans Meyer mehrfach durch den Kopf gegangen sein, als er gestern seine Mühle von allen Seiten betrachtete. In neuem Glanz steht sie da, über Kilometer verstellt nichts den Blick auf die Martfelder Feldmühle, die am Freitag wieder Flügel bekam – 40 Jahre und fünf Wochen, nachdem die alten abgeschraubt worden waren.
Eine Mühlenbaufirma aus Winsen/Luhe besorgte den Abschluß der äußeren Restaurierung. Mit einem großen Mobilkran wurden die jeweils rund 600 Kilo schweren Flügel an den Stapel gehievt und am Flügelkreuz angelascht. Etwa 30 Zuschauer verfolgten am Vormittag die Montagearbeiten. Binnen zwei Stunden war die Arbeit erledigt. Eine sehr gute Zeit, wie die Experten meinten. Am Montag müssen sie noch geringfügige Justierungen vornehmen, danach können sich die Flügel frei im Wind drehen.
Mit schwerem Gerät rückten gestern vormittag die Mühlenbauer an, der Kran hob die 600 Kilo schwereren Flügell in luftiger Höhe Am Montag werden sie Justiert

Von außen ist nun alles wieder so, wie es anno 1840 mal war. Drinnen bleibt einiges zu tun. Die Böden und Treppen sind ziemlich desolat, teilweise kaum begehbar. Der noch vorhandene Mahlgang müßte erneuert werden. Mühlenbauer, Eigentümer und Architekt Ulrich Duncker unterhielten sich gestern über diese Punkte. Doch das ist Zukunftsmusik.

Zunächst können sich die Mitglieder des Martfelder Heimatvereins, dessen Vorsitzender Hans Meyer ist, mit einer gewissen Genugtuung zurücklehnen, denn seit 1991 wurde in mehreren Abschnitten ein Baudenkmal gerettet, das viele schon abgeschrieben hatten. Zunächst wurde das Mauerwerk saniert, dann die Galerie erneuert, auf den Stapel kamen neue Schindeln. Mit der Haube und den neuen Flügeln brachte die Gemeinde als Bauherr das Werk zum Abschluß. Land, Amt für Agrarstruktur, Landschaftsverband Weser-Hunte und die Gemeinde ließen insgesamt rund 500 000 Mark springen.

Der Abschluß der Restaurierung findet offensichtlich auch in der Fachwelt Anerkennung. Die "Vereinigung zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen in Niedersachsen und Bremen" hält am 23. August in Martfeld eine Vorstandssitzung ab. Mit schwerem Gerät rückten gestern vormittag die Mühlenbauer an, der Kran hob die 600 Kilo schweren Flügel in luftige Höhe

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Die bisherigen Vorsitzenden

Friedrich Twele war bis zur Gemeindereform 1974 Martfelds Gemeindedirektor. Danach war er bis zu seiner Pensionierung Angestellter der neuen Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Bei der Gründung des HVV 1976 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden und behielt dieses bis zur Jahreshauptversammlung im Februar 1978. Danach wurde der eigentliche "Gründungsmotor" und bisherige 2. Vorsitzende Hans - Henning Stöver zum Ersten Vorsitzenden gewählt.

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar 1978 wurde H.H. Stöver als bisheriger 2. Vorsitzender zum 1. Vorsitzenden gewählt. Hans - Henning Stöver war der eigentliche "Motor" des HVV in der Gründerzeit. Seinem persönlichen Einatz (auch durch Hausbesuche) war es zu verdanken, dass die Mitgliederzahl des Vereins in kurzer Zeit auf weit über 100 stieg. Seine Reputation als Studienrat in Bremen und Sohn eines Arztehepaares für Allgemeinmedizin mit Praxis in Martfeld war hierbei sicherlich hilfreich. Ein besonderer Höhepunkt seiner Amtszeit war 1979 die 800-Jahrfeier unserer Gemeinde, deren Gestaltung mit dem großen Festumzug er und der damalige Martfelder Lehrer Rudolf Bode (Vorsitzender des Geschichtsausschusses des HVV) ganz entscheidend geprägt haben. Leider verstarb H.H. Stöver im Alter von nur 40 Jahren im Januar 1980.

Nach dem frühen Tod des damaligen ersten Vorsitzen, Hans-Henning Stöver, übernahm Hans Meyer dessen Amt im März 1980. Er ist erster Vorsitzender geblieben bis zu seinem Tode im September 1999, also mehr als 19 Jahre! In diesen vielen Jahren hat Hans Meyer die weitere Entwicklung des Vereins sehr erfolgreich vorangetrieben, wobei die Renovierung und Instandhaltung der Fehsenfeldschen Mühle sicherlich zu seinen Hauptanliegen zählte. Ihm ist auch im Wesentlichen das Nutzungskonzept für die Mühle zu danken, welches in den Grundzügen bis heute trägt. In seiner Zeit entstanden insgesamt 5 Martfeld-Schriften, zuletzt die aus seinem Geburtsort Kleinenborstel. An allen Schriften hat er mitgewirkt.
Ein weiteres besonderes Herzensanliegen war ihm die Pflege der plattdeutschen Sprache. Ein persönlicher Höhepunkt seines Schaffens dürfte für ihn gewesen sein, als es gelang, die Feldmühle, welche sich im Besitz seiner Ehefrau Margret befand, ebenfalls zu renovieren. Eine große Freude war es ihm auch, als Martfeld im Jahre 1999 den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft", nicht zuletzt durch seinen Einsatz, gewinnen konnte.

Nach dem plötzlichem Tod von Hans Meyer im September 1999 wurde Wilfried Nordbruch auf der Jahreshauptversammlung im Februar 2001 Vorsitzender des HVV. Er hatte sich auf Bitten der übrigen Vorstandsmitglieder bereit erklärt, dieses Amt zu übernehmen, nachdem er schon seit der Gründung des Vereins im Jahre 1976 bis 1995 Mitglied des Vorstandes gewesen war (davon lange Zeit 2. Vorsitzender).
Als es im Jahre 2004 gelang, in Anton Bartling einen geeigneten Nachfolger zu finden, wurde Anton Bartling auf der Hauptversammlung desselben Jahres zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auf dieser Versammlung wurde Wilfried Nordbruch dann von den anwesenden Mitgliedern, auf Vorschlag aus deren Mitte, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er übernimmt seither weiterhin ehrenamtliche Tätigkeiten im Verein. So gestaltete und pflegte er von 2010 bis 2015 die Internetseite des Vereins www.hvv.martfeld.de.

Seit dem 13.02.2004 ist Anton Bartling Erster Vorsitzender des HVV. Er konnte unsrem Verein seither wichtige Impulse geben und hat mit neuen Ideen "frischen Wind" in diesen gebracht. So wurde unter seiner Federführung die "Martfelder Kulturplattform" ins Leben gerufen - ein Zusammenschluss der Kulturschaffenden in unserer Gemeinde - und die Aktionen "Lust auf Leben - Martfeld Macht`s" und "Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst" (siehe hierzu auch die entsprechenden Beiträge auf unserer Website).
Im Jahr 2011 engagierte Anton Bartling sich, zusammen mit dem Stellvertretenem Bürgermeister Michael Albers, stark für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (frühere Bezeichnung: "Unser Dorf soll schöner werden"). Nachdem Martfeld diesen Wettbewerb 1999 bereits einmal auf Kreisebene gewinnen konnte, belegte es 2011 einen hervorragenden 3. Platz.

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